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Das Bogenschießen hat seinen Ursprung in der Jagd- und Kriegskunst. Es zeichnet sich durch hohe Ansprüche an Geschicklichkeit, Beharrlichkeit und Selbstbewusstsein aus. Als Sportart begann sich das moderne Bogenschießen erst um die Jahrhundertwende zu entwickeln. Olympisch stand Bogenschießen im Jahre 1900 das erste Mal auf dem Programm und regelmäßig erst seit 1972.

 

Bild oben: Bogenschießen beim Kindergeburtstag

 

Bild links: Bogenschießen bei einer Betriebsfeier

Die ersten Weltmeisterschaften fanden 1931 statt. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Internationale Bogenschützen-Verband - Fédération Internationale de Tir à l'Arc (FITA) - gegründet. Über 50 nationale Verbände mit nahezu drei Millionen Bogenschützen gehören ihm an.
Für Damen und Herren gibt es Einzel und Mannschaftswettbewerbe, die bei
Olympischen Spielen alle vier Jahre und alle zwei Jahre bei den Weltmeisterschaften ausgetragenen werden. Die Bogenschützen Deutschland sind im Deutschen Schützenbund organisiert. Die Wettbewerbe finden sowohl im Freien als auch in der Halle statt. Die Männer schießen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften eine Doppelrunde des Vierkampfes mit insgesamt 288 Pfeilen (zweimal 36 Pfeile pro Distanz) über 90, 70, 50 und 30 m, die Damen über 70, 60, 50, 30 m. Bei nationalen Turnieren in der Halle werden jeweils 30 oder 60 Pfeile über 25 oder 18 m Distanz geschossen. Der Sportbogen ist aus Holz, Glasfiber oder Stahl gefertigt, 1,70 m lang und in der Mitte mit einem Handgriff aus Kork oder Leder versehen, dessen oberer Teil den Pfeil führt. Die Sehne aus Darm, Flachs, Hanf, Kunstfaser oder Seide darf aus einer beliebigen Zahl Einzelfaden bestehend. In Bogenmitte ist ein Visierschieber angebracht, der je nach Entfernung eingestellt und beim Zielen auf die Mitte der Schießscheibe gerichtet wird. Der Pfeil aus Holz, Kunststoff oder Stahl ist ca. 70 cm lang, wiegt 25 g und hat am hinteren Ende eine Kerbe für die Sehne und 3 Federn, die einen klaren Flug ermöglichen. Die runde Schießscheibe steht auf einer Art Staffelei mit einem Winkel von 15 Grad aufwärts. Die Scheibe ist aus Binsen oder Stroh gemacht. Die darauf angebrachte Papierscheibe hat je nach Schießentfernung verschiedene Durchmesser: 122 cm für 90 bis 60 m Entfernung, 80 cm für 50 bis 30 m Entfernung, 60 cm für 25 m und 40 cm für 18 m Entfernung. Die zehn farblich markierten Ringe stehen für jeweils verschiedene Punktekategorien: goldgelb für zehn und neun, rot für acht und sieben, hellblau für sechs und fünf, schwarz für vier und drei sowie weiß für zwei und eins Punkte. Neben Bogen und Pfeilen benutzt der Schütze einen Köcher für die Pfeile, Handschuhe sowie einen ledernen Unterarmschutz gegen die zurückschnellende Sehne. Um sich vor Verletzungen durch die Bogensehne zu schützen, kann der Schütze seine Zugfinger mit Pflastern, Tape oder weichen Lederläppchen einwickeln. Der Pfeil wird auf dem oberen Teil des Bogens angelegt, dann wird die Schießscheibe anvisiert, die Sehne wird mit der Zughand im Dreifingerzug gespannt, nun wird das Visier genau auf die Scheibenmitte gerichtet; Bei größtmöglicher Körperruhe lässt der Schütze den Pfeil und Sehn los, da Körperbeherrschung und Ruhe ebenso entscheidend sind.

Viel Spaß !